Bürger-Energiegenossenschaft West eG beschließt Dividende und stellt Weichen für die Zukunft
Am Donnerstag, den 25.06.2026 fand in der Stadthalle Grafenwöhr die
- ordentliche Generalversammlung der Bürger-Energiegenossenschaft West eG statt.
Die Führungsmannschaft präsentierte ein solides Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2025, kündigte eine Gewinnausschüttung an und skizzierte den zukünftigen Weg hin zur regionalen Energieautarkie.
Investitionen in die Energiewende und neue Räumlichkeiten
Der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Dötsch eröffnete die Versammlung und betonte die
ungebrochene Bedeutung regionaler Bürgerenergie. Gemeinsam mit dem Partner Neue Energien West eG (NEW eG) hat die Gruppe bisher rund 85 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert, wovon stolze 24 Millionen Euro direkt von der Bürger-Energiegenossenschaft West eG stammen.
Vorstand Bernhard Stangl blickte in seinem Bericht auf die positive wirtschaftliche Entwicklung zurück und stellte den Mitgliedern die neuen, modernen Geschäftsräume im renovierten ehemaligen Postgebäude in Grafenwöhr vor. Die Entscheidung für den Kauf der eigenen Immobilie erweist sich im Vergleich zur früheren Miete als wirtschaftlich vorteilhafter Schritt für die Genossenschaft.
Offener Umgang mit Herausforderungen: Energiehof Blankenmühle
Die Versammlung nutzte die Gelegenheit für eine konstruktive Aussprache. Im Fokus stand dabei die Biogasanlage „Energiehof Blankenmühle“, die aufgrund sich verschlechternder politischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen wirtschaftlich unter Druck geraten war. Stefan Dötsch erklärte transparent, dass man sich in konkreten Verhandlungen mit einem Käufer befinde.
Für die Bürgerinnen und Bürger in Trabitz gab es zeitgleich Entwarnung. Das dortige Nahwärmenetz wird weiterhin von der Genossenschaft betrieben. Die Wärmeversorgung soll künftig durch eine Hackschnitzelheizung (Biomasse) gesichert werden, welche die Wärme vom neuen Eigentümer der Blankemühle bezieht.
Einstimmige Beschlüsse und solide Dividende
Die Mitglieder zeigten großes Vertrauen in die Arbeit der Führungsgremien. Der Jahresabschluss 2025, der eine Bilanzsumme von rund 26,12 Millionen Euro und einen Bilanzgewinn von 704.322,55 Euro ausweist, wurde einstimmig festgestellt. Ebenso einstimmig wurde die Ausschüttung einer Dividende von 1,3 % an die Mitglieder beschlossen. Aufsichtsratsvorsitzender Dötsch wies darauf hin, dass diese Rendite trotz der Marktstürme weiterhin über dem Basiszinssatz der Bundesbank liegt. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat wurden von der Versammlung entlastet.
Ausblick: Speichertechnologien und „Energy Sharing“ im Fokus
Dr. Alexander Goller (Vorstand der NEW eG) warf einen Blick auf die Zukunft der regionalen Energieerzeugung. Da klassische PV-Freiflächenanlagen zunehmend an wirtschaftlicher Dynamik verlieren, liege das Hauptaugenmerk künftig auf der Optimierung bestehender Anlagen. Ein wichtiger Hebel seien Speicherlösungen sowie intelligente Konzepte wie das sogenannte „Energy Sharing“.
Zum Abschluss bekräftigte Stefan Dötsch das langfristige Ziel der Genossenschaft:
„Energie-Autarkie für unsere Region ist weiterhin unsere Vision! Machen Sie mit und werben Sie weiterhin für unsere Genossenschaft. Ihre Einlagen sind bei uns in sicheren Händen.“






